Abteilung I

Eine Woche Tawayapu: Gemeinsam auf der Bühne, gemeinsam gewachsen

Eine Woche voller Musik, Tanz und unvergesslicher Begegnungen: Die Klasse 7a erlebte mit der bolivianischen Gruppe Tawayapu eine kreative Reise, die weit über die Bühne hinausging.

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Gruppe von Schülern auf einer Bühne, in verschiedenen Kostümen und Posen.

Eine Woche lang gehörten bolivianische Musik, Tanz und Theater ganz selbstverständlich zum Schulalltag unserer Gesamtschule. Im Rahmen der KinderKulturKarawane war die Gruppe Tawayapu aus Bolivien zu Gast in Waldbröl. Was mit einer Aufführung vor den Jahrgängen 5 und 6 begann, entwickelte sich in den folgenden Tagen vor allem für die Klasse 7a zu einer intensiven Begegnung.

Schon zum Auftakt zeigte Tawayapu, wie gut Theater auch ohne viele Worte funktionieren kann. Musik, Bewegung, clowneske Szenen und ausdrucksstarke Bilder bestimmten die Aufführung. Dabei griff die Gruppe auch Themen auf, die weit über die Bühne hinausreichen: Umweltzerstörung, gesellschaftliche Ungerechtigkeit und die Frage, was Kinder und Jugendliche für ein gutes Leben brauchen.

Für die 7a blieb es allerdings nicht beim Zuschauen. Fast täglich arbeitete die Kreativklasse mehrere Stunden gemeinsam mit den Künstler:innen aus Bolivien. Es wurde geprobt, getanzt, gespielt und immer wieder Neues ausprobiert. Nach und nach entstand daraus eine gemeinsame Aufführung, die am Freitag vor dem gesamten Jahrgang 7 gezeigt wurde.

Auf der Bühne war dann kaum noch zu erkennen, wo der Workshop aufhörte und die fertige Aufführung begann. Schüler:innen und Tawayapu spielten gemeinsam, arbeiteten mit Tüchern und Regenschirmen, tanzten und griffen Elemente des Zirkus- und Clowntheaters auf. Die Bühnenshow zeigen eine Klasse, die nicht einfach ein paar eingeübte Szenen präsentiert, sondern sichtbar Teil der Aufführung geworden ist.

Auch abseits der Bühne blieb viel Zeit füreinander. Bei einem Ausflug nach Panarbora lernte die Gruppe aus Bolivien das Bergische Land kennen. Und natürlich wurde auch gemeinsam gekocht und gegessen: Auf ein bolivianisches Hauptgericht folgten bergische Waffeln mit Kirschen und Sahne.

Parallel zur Arbeit auf der Bühne entstand unter der Begleitung von Kunstlehrerin Lisa Hetzel ein Kunstprojekt, das an die Woche mit Tawayapu erinnern wird. Das fertige Ausstellungsstück wird zu einem späteren Zeitpunkt in unserer Schule zu sehen sein.

Dass eine solche Woche möglich ist, braucht viele Menschen im Hintergrund. Ein besonderer Dank gilt Christine Jahn für die Organisation, den Klassenlehrer:innen der 7a für die intensive Begleitung sowie allen weiteren Kolleg:innen und Unterstützer:innen. Ebenso wichtig waren die Gastfamilien, die die jungen Künstler:innen bei sich aufgenommen haben. Familie Repp-Gaida stellte darüber hinaus einen Teil ihres Gästehauses zur Verfügung.

Nach wenigen Tagen hieß es schon wieder Abschied nehmen. Geblieben sind viele Fotos, ein gemeinsames Kunstwerk und eine Aufführung, die es ohne diese Begegnung nicht gegeben hätte. Vor allem aber bleibt die Erinnerung daran, wie schnell aus Gästen Menschen werden können, mit denen gemeinsam gelacht, gekocht, geprobt und schließlich auf einer Bühne gestanden wird.

Vielleicht führt die KinderKulturKarawane auch im kommenden Jahr wieder nach Waldbröl. Nach dieser Woche wäre die Freude über ein Wiedersehen groß.